“Gypsys, Tramps & Thieves” Antiziganismus in Popkultur und Medien

Hass und Vorurteile gegenüber Menschen, welche als „Zigeuner“ eingeordnet werden, sind weit verbreitet. Das Wort stellt dabei eine diskriminierende Fremdbezeichnung dar. Sie wird von dem meisten Menschen, die so benannt werden, als verletzend und beleidigend empfunden. Ein Teil dieser Menschen identifiziert sich selbst als Roma oder Sinti. Der Genozid an als „Zigeuner“ verfolgten Sinti und Roma im durch Nazi-Deutschland besetzten Europa zeigt dies auf mehreren Ebenen: Mindestens 500.000 Menschen wurden ermordet. Danach wurde in der BRD vielen Überlebenden eine Entschädigung verwehrt. Die offizielle Begründung: Ihre Inhaftierung in Lagern wie Auschwitz sei Verbrechensverhinderung gewesen. Der Workshop soll einen kleinen Einblick in die lange Geschichte der Sinti und Roma in Europa ermöglichen.

Besonders in der (Pop-)Kultur gibt es Figuren, die Stereotype widerspiegeln. Die Novelle Carmen von 1847 ist mit ihren Opern und Verfilmungen die am häufigsten adaptierte Geschichte, und die namengebende Figur ein wandelndes antiziganistisches Stereotyp. Aber auch in aktuellen Kino-Filmen, Zeitungsartikeln über „Problem-Häuser“ und „Bettel-Mafia“ oder Dokumentationen über Armut in Osteuropa finden sich leicht modernisierte Varianten der alten Klischees.

In diesem Workshop untersuchen wir gemeinsam antiziganistische Klischees und Stereotype in verschiedenen Medien. Dafür sind keine Vorkenntnisse notwendig.