Antifa & Männlichkeit

Allgemein wird Antisexismus als eine Grundlage von antifaschistischer Politik gesehen, aber was heißt das eigentlich konkret und welchen Einfluss haben Männlichkeiten auf Struktur und Praxis?

Wie lässt sich Männlichkeitskritik nicht nur theoretisch entwickeln, sondern auch praktisch sowohl in gruppeninternen Prozessen, als auch in politischen Aktionen umsetzen?

Erster Ansatzpunkt ist hierbei der persönliche Bezug, denn männliche Herrschaft ist tief in Körper eingeschrieben: Die Privilegien, die von klein an eingeübten Dominanz-Verhaltensmuster, der statusorientierte Habitus – all das erfordert eine intensive und kontinuierliche Auseinandersetzung mit sich und mit anderen. Nur so kann erkannt werden, dass ein Verzicht auf Herrschaftsansprüche ebenso ein Gewinn für das eigene Gefühlsleben als auch für das soziale Miteinander ist. Aber es geht auch um kollektive Strukturen, welche Methoden männliche Dominanz begrenzen und eine kritikfreundliche Atmosphäre schaffen können.

Wir werden in dem Workshop Perspektiven entwickeln: Zunächst, wie eine Verhaltensänderung möglich ist – und schließlich: Wie Antifa-Politik der herrschenden Männlichkeit den Kampf ansagen kann und dabei an kritischer Schärfe und Schlagkraft gewinnt.

Der Workshop ist offen für alle Geschlechter.